Jahresbericht 2018

31 Dez , 2018 Jahresbericht

Jahresbericht 2018

Wie wir schon in einem früheren Jahresbericht erwähnt haben, sind es oft dieselben wiederkehrenden Themen, die uns beschäftigen, aber mit wechselnder Aktualität und Schwerpunkt. Der Vorstand hat den Eindruck, dass das vergangene Jahr recht viel Arbeit gebracht hat.

Erneut haben wir guten Kontakt zu den verschiedenen Direktionen des Gemeinde- rats gepflegt, wobei wir doch Unterschiede in der mehr oder weniger umgehenden Beantwortung unserer Anliegen feststellen konnten, auch inhaltlich.

Sehr erfreulich ist die Zusammenarbeit mit der Orts- und Gewerbepolizei und dem Veranstaltungsmanagement, was die vielen Veranstaltungen und Events betrifft. In diesem Zusammenhang kann der bereichernde Pilotversuch der „Aarebar“ auf der Höhe des Zirkusplatzes erwähnt werden.

Schwerpunkte unserer Arbeit im vergangenen Jahr bildeten der Hochwasserschutz mit Einsprachen, die Vernehmlassung eines umfangreichen Parkierungskonzepts der Stadt und das „Verkehrskonzept Marzili“ des Quartiervereins und der Verkehrsplanung.

Hochwasserschutz

Der Wasserbauplan (Bauprojekt) „Gebietsschutz der Quartiere an der Aare“ wurde im Mai / Juni öffentlich aufgelegt (Tiefbauamt). Am 28. Mai fanden im Marzili eine öffentliche Informationsveranstaltung und eine Sprechstunde statt, wo Quartierbe- wohner durch Projektverantwortliche Auskunft und Einblick in Details erhalten konn- ten.

Der Vorstand des Leists hat Ende Juni dem Tiefbauamt eine Einsprache gegen das Teilprojekt Schwanenmätteli eingereicht.
Wir sind der Meinung, dass die geplante Mauer auf einer Länge von 190 Metern ent- lang der Aarstrasse die grosszügige Fläche des Schwanenmättelis zu stark vom an- grenzenden Teil des Quartiers trennt. Zudem würde von der Matte bis zur Dalmazi- brücke eine durchgehende Mauer entstehen, die auch optisch nicht zu vertreten ist. Anstelle der Mauer soll die bestehende Grünanlage durch eine natürliche Erhöhung, ähnlich eines Dammes, aufgeschüttet werden.

Eine weitere Einsprache haben Anwohnende des Dalmaziquais eingereicht. Die heute genutzten Aare-Ein- und Ausstiege zwischen Dalmazibrücke und Tierpark sol- len erhalten bleiben.
Im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz wird die Aarstrasse zwischen Matte und Dalmazibrücke zurückgebaut und umgestaltet. Im Rahmen der Mitwirkung hat der Vorstand dem Tiefbauamt Eingaben gemacht, was die durchgehende Pfläste- rung und die neue, verringerte Fahrbahnbreite anbelangt.

Im Juni hat die Stadt Bern ein umfangreiches Parkierungskonzept für den Indivi- dualverkehr zur Vernehmlassung gebracht.
Auch hier hat der Vorstand zu Handen der Verkehrsplanung Stellung genommen:

Der Vorstand vertritt die Meinung, dass ein bestimmtes Mass an Autoverkehr zum Leben einer Stadt gehört. Es gilt, ausgewogene Massnahmen zu finden, damit Ge- schäfte und Gewerbe nicht aus den Quartieren verdrängt werden. Es ist uns ein be- sonderes Anliegen, dass bei Massnahmen zur Verringerung des Verkehrs auf die jeweiligen Besonderheiten des Quartiers eingegangen wird. Es gibt gewichtige Un- terschiede zwischen Breitfeld, Oberfeld oder dem Marzili-Quartier, die bei der Re- duktion der Parkflächen berücksichtigt werden müssen.
Zudem soll bei der Reduktion der PP eine Grenze gesetzt (10%) und ein weiterge- hender schleichender Abbau ausgeschlossen werden.

Von besonderer Bedeutung ist für das Marzili die Umwandlung von blauer Zone in eine weisse Zone. In der weissen Zone dürfen Fahrzeuge an 7 Tagen in der Woche, während 24 Stunden, also auch abends und an Sonntagen, nur während maximal 60 Minuten parkiert werden. Ausgenommen sind Besitzer einer Anwohnerparkkarte. Mit dem Marzilibad und der Aare nimmt das Quartier eine besondere Stellung ein, betrachten wir doch Bad und Aare als „Allgemeingut“, welches nicht durch den Ab- bau von Parkplätzen und weiteren Einschränkungen beeinträchtigt werden darf. Das Argument „Suchverkehr“ wird überbewertet und beschränkt sich auf die Zeit der Badesaison. Ein offenes Quartier ist eine Gegenleistung für eine bevorzugte Wohnlage.

Auch die verbleibenden Restaurants dürfen nicht durch eine weisse Zone „bestraft“ werden. Für den Weiterbestand der letzten Bäckerei im Quartier setzen wir uns seit langem ein.
Die blauen Zonen Matte und Marzili müssen beibehalten werden, verfügen beide Quartiere doch über direkte Verbindungen zum Zentrum.

Verkehrskonzept Marzili

Bemerkungen zur Auslösung des Projekts:
An der Delegiertenversammlung QM3 (siehe Jahresbericht 2017) hat der Quartier- verein Marzili 4 Anträge eingereicht: Tempo 30 auf allen Schulwegen, Einrichtung von Begegnungszonen für alle Spielräume, Quartierplätze und für die Brücken- strasse sowie attraktive Aufenthaltsräume fürs Quartier.
Die Verkehrsplanung will nun aber die Errichtung einer Grossen Begegnungszone vorantreiben, welche das ganze Marzili umfasst und nicht mehr den durch QM3 ge- nehmigten Anträgen entspricht.
In einem Schreiben an die zuständige Direktion, Frau Gemeinderätin Wyss, hat der Vorstand Einsitz im Projektteam gefordert und erhalten.

Im Juli hat der Gemeinderat die Schaffung einer grossflächigen Begegnungszone im Marziliquartier bekannt gegeben, unter engem Einbezug des Quartiers, und für erste Umsetzungsmassnahmen einen Kredit über 285’000 Franken gesprochen.
Seit Anfang August besteht ein Projektteam mit Vertretern der VP Stadt, Metron Verkehrsplanung, Tiefbauamt, Landschaftsarchitektur, Stadtplanungsamt sowie ei- ner Vertretung von QV und Leist.

Im Zusammenhang mit der Renovation der Kirchenfeldbrücke hat nicht nur der un- übersichtliche Schilderwald auf der Marzilistrasse zu Unmut geführt, vor allem aber die Reduktion auf T20 und die Verengung der Fahrbahn mit den Betonelementen vor der Bäckerei Fürst. Der Vorstand hat mehrmals schriftlich bei der VP interveniert und auf die unhaltbare Situation hingewiesen. Das ständige Abbremsen und Anfahren hat viel mehr Lärm erzeugt als ein kontinuierlicher Verkehrsfluss. Es stauten sich zwischendurch stehende Fahrzeugkolonnen. Die Situation war besonders für die Bewohner der angrenzenden Liegenschaften sehr belastend.
Es gibt Pläne, an diesem Übergang zum Bad eine Begegnungszone einzurichten und erneut T20 einzuführen, entgegen den Vorstellungen des Vorstands.

Gemäss Publikation im Amtsanzeiger hätte die T30 Signalisation nach Beendigung der Sanierung der Kirchenfeldbrücke wieder aufgehoben und durch das vorgängige T40 ersetzt werden müssen. Die T 30 Signalisation aber blieb bestehen, da beim Kanton erneut ein Antrag auf T 30 bestehe und bei Genehmigung eine neue Publika- tion erfolgen werde. Diese gesetzeswidrige Situation hat auch im Stadtrat zu einer Anfrage geführt. Unterdessen ist am 16. Januar 2019 eine neue Publikation erfolgt.

Des Weiteren

Im Februar 2019 findet eine Aussprache im Rahmen der VQGL (Vereinigung der Lei- ste) mit dem neuen Leiter der städtischen Entsorgung statt. Wir werden auf die Si- tuation der zu Unzeiten deponierten blauen Kehrichtsäcke hinweisen.

Der Vorstand hat in diesem Jahr 6 Vorstandssitzungen abgehalten und am 5. März 2018 die Hauptversammlung durchgeführt (29 Personen).

Veranstaltungen 2018

  • Mittagessen Jugendherberge, 24. Mai, 33 Teiln.
  • Nachtessen Dampfzentrale, 6. August, 20 Teiln.
  • Mittagessen JH, 17. September, 25 Teiln.
  • Lichtspiel, 29. Oktober, 33 Teiln.

Mitgliederbestand Ende 2018: 110

Einmal mehr bedanken wir uns für die Unterstützung und Teilnahme an den ver- schiedenen Veranstaltungen. Bringt eure Anliegen auch während des ganzen Jahres vor, nicht nur anlässlich der HV. Eure Mitarbeit ist unerlässlich. Helft mit, neue Mit- glieder, auch für den Vorstand, zu gewinnen.

Zusammensetzung Vorstand

René Hell, Weihergasse 14 3005 Bern, 031 311 35 91, rhell@datacomm.ch

Andreas Roth, Marzilistrasse 24 3005 Bern, 031 311 34 93, jefegrandote@hotmail.com

Marianne Holzer, Dalmaziquai 33 3005 Bern, 031 352 19 84, holzerum@hispeed.ch

Bern, 8. Februar 2019

MARZILI – DALMAZI – LEIST Der Vorstand

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